Datacenter Münster Osnabrück feiert Eröffnung und stärkt digitale Souveränität der Region

Das Datacenter Münster Osnabrück (DMO) hat am 15. April 2026 seinen Betrieb am Flughafen Münster/Osnabrück aufgenommen. Nach einem Jahr Bauzeit geht damit die erste Baustufe mit 1 MW Leistung in Betrieb. Das Rechenzentrum erfüllt höchste Sicherheitsstandards und setzt auf ein nachhaltiges Energiekonzept mit Eigenstromerzeugung aus Photovoltaik. Als kommunale Kooperation von items GmbH & Co. KG und TKRZ Stadtwerke GmbH stärkt das DMO die digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Am Mittwoch, den 15. April 2026, feierte das Datacenter Münster Osnabrück (DMO) seine offizielle Eröffnung. Nach rund einem Jahr Bauzeit geht damit die erste Baustufe des neuen Rechenzentrums am Flughafen Münster Osnabrück mit einer IT-Leistung von ca. 1 MW und einem Investitionsvolumen von knapp 10 Mio. € in Betrieb. Das Projekt setzt ein starkes Zeichen für die digitale Zukunft und Datensouveränität der Region.

„Das neue Rechenzentrum setzt einen Meilenstein für Datensouveränität und nachhaltige Digitalisierung in unserer Region. Hier verbinden sich modernste Technologie und verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen – ein Gewinn für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen.“
Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt

Das DMO bietet mit modernster Technik, höchsten Sicherheitsstandards nach EN 50600 Verfügbarkeitsklasse 3 (VK3) sowie einem konsequent nachhaltigen Betrieb eine leistungsfähige IT-Basis für Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen.

Ein zentrales Merkmal ist das umfassende Energiekonzept: Das Rechenzentrum übererfüllt die gesetzlichen Effizienzvorgaben für Rechenzentren. Ein signifikanter Teil des Strombedarfs wird durch Eigenstromerzeugung aus einer Photovoltaikanlage mit 650 kWp Leistung gedeckt. Perspektivisch ist zudem ein Anschluss an den geplanten Solarpark am Flughafen vorgesehen, die zukünftig voraussichtlich größte Freiflächen PV-Anlage in NRW, um den Anteil regional erzeugter erneuerbarer Energie weiter zu erhöhen.

„Für uns als kommunaler IT-Dienstleister ist Resilienz heute ein zentraler Erfolgsfaktor. Das neue Rechenzentrum bietet höchste Ausfallsicherheit, modernste Sicherheitsstandards und eine nachhaltige Infrastruktur – damit stärken wir die digitale Handlungsfähigkeit der kommunalen Verwaltungen langfristig und verlässlich.“
Holger Nauendorf, Betriebsleiter citeq, Stadt Münster

Das DMO ist ein Joint-Venture der stadtwerknahen IT-Dienstleister items GmbH & Co. KG aus Münster und TKRZ Stadtwerke GmbH aus Emsdetten. Beide kommunalen Partner bündeln ihre langjährige Expertise aus der Energie-, IT- und Telekommunikationswirtschaft in Planung, Bau und Betrieb des Rechenzentrums.

Über die TKRZ Stadtwerke GmbH steht zudem ein umfassendes Angebot an Konnektivitäts-Dienstleistungen zur Verfügung. Regionale und überregionale Glasfaseranbindungen verbinden Kundenstandorte mit dem Rechenzentrum sowie mit zentralen Internet- und Cloud-Knotenpunkten in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg– bei höchster Verfügbarkeit, maximaler Bandbreite und minimaler Latenz. Damit positioniert sich das DMO als Cloud- und Hybrid-Datacenter für die Region und damit als Tor zur vernetzten Welt.

„Wir sind stolz, mit dem DMO einen Ort zu schaffen, der die digitale Wettbewerbsfähigkeit im Münsterland und im Osnabrücker Land für Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen nachhaltig stärkt.“
Alexander Sommer und Christoph Stegemann, Geschäftsführer DMO GmbH 

Aufgrund der hohen Nachfrage sowie des eigenen Bedarfs wird bereits eine weitere Baustufe geplant, die voraussichtlich in zwei Jahren den Betrieb aufnehmen soll. Der Standort am Flughafen Münster/Osnabrück wurde bewusst gewählt, da hier nachhaltige Energieversorgung, hohes Sicherheitslevel, ausreichende Flächenreserven und leistungsfähige Glasfaseranbindungen optimal zusammenkommen – eine ideale Basis für weiteres Wachstum und ein wichtiger Beitrag zu den Zielen der erst jüngst verabschiedeten Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung.

„Das DMO ist ein wichtiger Baustein für die digitale Souveränität unserer Region. Es schafft eine hochmoderne, nachhaltige Infrastruktur, die Unternehmen Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit bietet – und stärkt damit nachhaltig den Wirtschaftsstandort.“
Dr. Marco Trienes, Geschäftsführer, Wirtschaftsförderung Münster